Vormundschaften und Pflegschaften für Minderjährige

Wir sind da und handeln, wenn elterliche Sorge ersetzt werden muss.

Manchmal können Eltern die elterliche Sorge für ihre Kinder ganz oder teilweise nicht ausüben. Die Gründe sind vielfältig und reichen vom Tod der Eltern über schwere körperliche oder seelische Krankheiten bis zu Suchtproblemen. Manche dieser Kinder sind auch von Gewalterfahrungen, Missbrauch und Vernachlässigung betroffen.

Um die Vertretung des Kindesinteresses sicher zu stellen und das Kind zu schützen, kann das Familiengericht einen Vormund oder Pfleger bestellen.

Aufgaben eines Vormundes

  1. Schutz des Kindes vor Vernachlässigung, Gewalt, und Missbrauch.
  2. Die existentiellen Bedürfnisse des Kindes auf Pflege und Erziehung, Unterbringung, Unterhalt usw. sicher stellen.
  3. Gewährleistung der gesundheitlichen Versorgung.
  4. Ein „zu Hause“ finden und bestimmen [bei den Herkunftseltern, den Verwandten, in Pflege,- und Erziehungsfamilien, in Wohngruppen etc.].
  5. Das Recht auf Erziehung durchsetzen und sicherstellen, gegenüber den mit der Erziehung Beauftragten und dem Jugendamt als Leistungsträger der „Hilfe zur Erziehung“ [§ 27 SGB VIII].
  6. Die schulische Entwicklung des Kindes begleiten und unterstützen, ebenso die berufliche Orientierung und Ausbildung.
  7. Die Durchsetzung wirtschaftlicher Ansprüche gegenüber Behörden und öffentlichen Leistungsträgern, aber auch Unterhaltsverpflichteten, ebenso die Durchsetzung von Erbansprüchen.
  8. Die Verwaltung von „Mündelvermögen“.